Zeitzer Michael findet zum Handwerk
Tischlermeister Jörg Junghanns aus Kleinpörthen
erhält Existenzgründerpreis 2006
Tischlermeister Jörg
Junghanns aus
Kleinpörthen hat den "Zeitzer
Michael", den Existenzgründerpreis
der Stadt Zeitz, gewonnen. Er erhielt die Trophäe,
die mit einem Preisgeld von 2.050 Euro dotiert
ist, gestern Abend im Festsaal von Schloss Moritzburg
Zeitz aus den Händen von
Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister
Reiner Haseloff.

Tischlermeister Jörg Junghanns hält
den Existenzgründerpreis
"Zeitzer Michael 2006" in den Händen. Zu den ersten Gratulanten
gehörten Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Reiner
Haseloff (M.)
und der Vorsitzende des Paktes für Arbeit Zeitz Heinz
Junge (links).
(MZ-Foto: Hartmut
Krimmer)
Von unserem Redakteur Hartmut Landes
Zeitz/MZ. Der "Zeitzer Michael" ist gestern Abend
erstmals an einen Meister eines klassischen Handwerksberufs
verliehen worden. Der 39-jährige Jörg Junghanns aus Kleinpörthen
gewann die Trophäe, die zum neunten
Mal vergeben wurde, und
setzte sich damit gegen 28 andere Bewerber durch.
"Mit so etwas kann man nicht
rechnen."
Jörg Junghanns, Tischlermeister
Kurz nach 20 Uhr rang der Gewinner nach
den richtigen Worten. "Ich hatte keine Ahnung, dass ich gewinnen
würde, und ich freue mich sehr. Mit so etwas kann man nicht
rechnen", sagte der Tischlermeister nach der Preisverleihung,
während seine Frau Annett und Sohn Felix beim Tragen der
Preise und Blumen halfen. Junghanns hat es besonders altes
Holz angetan. So habe er bereits an der Sanierung
alter Kirchen und auch bei Arbeiten
im Zeitzer Dom mitgewirkt. Aber auch
neue Möbel fertigt der Meister. Derzeit beschäftigt Jughanns
einen Mitarbeiter, demnächst will er einen Lehrling ausbilden.

Reiner Haseloff, Wirtschaftsminister und
Schirmherr der Veranstaltung, würdigte den
"Zeitzer Michael" als Kind der Beschäftigungsinitiative
"Pakt für Arbeit Zeitz" und
als eine Tradition, die aufrechterhalten werden müsse. Durch
diesen Preis erhielten erfolgreiche Existenzgründer das Wort,
könnten so Erfahrungen vermitteln. Haseloff verwies auf die
Mühen und Risiken von Existenzgründungen. Und er betonte,
wie wichtig es sei, "innovative Menschen als gesellschaftliche
Eliten in der Region zu pflegen". Zu solchen Menschen zählten
viele Existenzgründer, die einen erheblichen Beitrag bei
der Revitalisierung der Volkswirtschaft leisteten.
Es waren Worte, an die Heinz
Junge, Geschäftsführer
der Mibrag und Vorsitzender
des Paktes für Arbeit Zeitz anknüpfte.
Er äußerte: "Der Zeitzer Michael hat geholfen, mit Menschen
der Region diese Region voranzubringen." Die Wirtschaft wolle
den Michael, sie zeige das mit ihrer Unterstützung für den
Preis, der zu einem Markenzeichen im
Land geworden sei. Die
vorjährigen Preisträger Astrid Zausch und Detlef Beer (Reiseagentur
A-Z) blickten auf das vergangene Jahr zurück. "Der Preis
hat uns hohe Anerkennung, auch bei unseren Kunden gebracht
und das Geschäft stabilisiert. Aber Gewinner waren nicht
nur wir, sondern alle Mitbewerber", sagte Beer.
Für die künstlerische
Umrahmung der Preisverleihung
sorgte das Musiktheater Kolorit. Zeit für Gespräche und neue
Kontakte gab es danach am kalt-warmen Büfett.

Existenzgründer Bernd Schrimpf hat sein Kapital mitgebracht. Er zeigt
Moderatorin
Anne Sailer eine von ihm gezüchtete Weinbergschnecke.
Ab April soll die Delikatesse
von "Burgenland-Auster" zu erhalten sein.
(MZ-Foto: Hartmut Krimmer)

Internet: www.mz-web.de
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